Häufige Fragen / FAQs

Häufige Fragen / FAQs

 

Autor: Oliver Fischer

Fragen zur Bewertung

 

Frage:

Ich möchte meine Münz- oder Geldscheinsammlung bewerten lassen?

Antwort:

Die Kronacher Münzfreunde helfen gern bei einer unverbindlichen Einschätzung. Bitte bringen Sie die Stücke zu einem Vereinsabend mit oder senden Sie uns vorab Fotos. Wir können Sie aber auch nach terminlicher Absprache zuhause besuchen und dort Ihre Schätze bewerten.

 

Frage:

Wen kann ich bei Fragen zum Verein oder zu meiner Sammlung ansprechen?

Antwort:

Sie können Oliver Fischer ansprechen. Zu erreichen ist Oliver Fischer telefonisch (09261/92186) oder via eMail unter Kronacher Münzfreunde.

 

Frage:

Kauft der Verein Münzen, Geldscheine oder andere Sammlerstücke an?

Antwort:

Der Verein selbst kauft nicht an. Einzelne Mitglieder erwerben gelegentlich Stücke – das ergibt sich dann meist im Gespräch nach einer Bewertung.

 

Frage:

Wieviel ist meine Münze oder Münzsammlung wert?

Antwort:

Es gibt einige Kriterien, die den Wert einer Münze oder Münzsammlung bestimmen:
 

  1. Der Zustand der Münzen
    Je besser eine Münze erhalten ist desto höher ist in der Regel ihr Sammlerwert.

  2. Seltenheit
    Die reine Auflagenzahl kann ein Indiz für die Seltenheit sein, muss es aber nicht. Viel wichtiger ist die Anzahl der Münzen, die von der Auflage überhaupt noch verfügbar ist.

  3. Edelmetallgehalt
    Bei sogenannten Anlagemünzen, Münzen in gebrauchter Erhaltung mit hoher Verfügbarkeit oder modernen Medaillen bestimmt sich der Markwert über den Metallwert. Münzen aus Kupfer-Nickel-Legierungen haben kaum einen Metallwert im Gegensatz zu Silber- oder Goldmünzen. Hier richtet sich der Marktwert nach dem Feingewicht und aktuellen Edelmetallpreisen.

  4. Struktur und Vollständigkeit der Sammlung
    Eine sauber aufgebaute Sammlung, die ein bestimmtes Themengebiet möglichst vollständig abbildet hat einen höheren Marktwert als eine reine Ansammlung von Einzelmünzen.

  5. Aktuelle Markttrends
    Der Wert einer Münze oder einer Sammlung richtet sich auch nach Trends. Münzen, die vor 20 Jahren stark nachgefragt wurden können heute wegen mangelnder Nachfrage nur einen Bruchteil des damaligen Preises erzielen. Es gibt aber auch umgekehrte Beispiele. Für Münzen, die vor vielen Jahren noch günstig zu erwerben waren, sind heute viel höhere Marktpreise zu zahlen.

 

Fragen zum Verein

 

Frage:

Wann und wo treffen sich die Kronacher Münzfreunde?

Antwort:

Die Vereinsmitglieder und interessierte Gäste treffen sich regelmäßig an jedem zweiten Dienstag im Monat zum Sammlerstammtisch im Landkreis Kronach (Oberfranken).


Der Treffpunkt für unser Vereinstreffen ist:
Gaststätte „Frische Quelle“
Rodacher Str. 30
96317 Kronach

 

👉 Google Maps

 

Hinweis für Besucher aus der Region:

Unser Stammtisch ist die zentrale Anlaufstelle für Numismatiker und Münzsammler aus Kronach, Coburg, Lichtenfels und Kulmbach. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – kommen Sie einfach unverbindlich vorbei.

 

Frage:

Kann ich einfach mal bei einem Vereinstreffen vorbeikommen?

Antwort:

Ja, sehr gern. Gäste sind bei jedem Vereinsabend willkommen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Kommen Sie einfach vorbei.

 

Frage:

Muss ich Mitglied sein, um am monatlichen Stammtisch teilzunehmen?

Antwort:

Nein. Jeder Interssierte darf unverbindlich "reinschnuppern". Wenn es Ihnen gefällt, können Sie später jederzeit Mitglied werden. Aber Sie dürfen uns auch immer besuchen ohne Mitglied zu werden.

 

Frage:

Wie werde ich Mitglied?

Antwort:

Sprechen Sie uns einfach bei einem Treffen an.

 

Frage:

Was kostet die Mitgliedschaft?

Antwort:

Es wird kein Mitgliedsbeitrag erhoben. Über eine tatkräftige Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung unserer jährlichen Münz- und Geldscheinbörse würden wir uns aber sehr freuen.

 

Frage:

Wie viele Mitglieder hat der Verein?

Antwort:

Momentan sind wir 8 Mitglieder im Verein und freuen uns über jeden Neuzugang.

 

Frage:

Welche Sammelgebiete sind in eurem Verein vertreten?

Antwort:

  • Münzen des Kaiserreichs
  • Münzen der Weimarer Republik
  • Münzen der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR
  • Münzen aus aller Welt
  • Geldscheine und Banknoten
  • Medaillen
  • Orden
  • Nonvaleurs (wertlos gewordene Aktien und Zertifikate)
  • Förderungszertifikate der Deutschen Sporthilfe
  • Ansichtskarten
  • Briefmarken

 

Frage:

Kann ich meine Sammlung mitbringen?

Antwort:

Natürlich. Wir freuen uns immer über interessante Stücke.

 

Frage:

Gibt es bei euch auch etwas für Anfänger?

Antwort:

Ja. Wir unterstützen Neueinsteiger gern. Wir zeigen Ihnen, wie man sammelt, bewertet und typische Fehler vermeidet.

 

Fragen zur jährlichen Münzbörse

 

Frage:

Wann findet die nächste Münzbörse von euch statt?

Antwort:

Unsere nächste Münzbörse findet am 20. September 2026 von 9 bis 15 Uhr in der Peter-J.-Moll-Halle, Georg-Herpich-Platz 3 in 96231 Bad Staffelstein statt.

 

Frage:

Ich bin Händler oder Sammler und möchte für eure nächste Münzbörse einen Tisch buchen. An wen kann ich mich wenden?

Antwort:

Sprechen Sie einfach den Organisator der jährlichen Münzbörse Oliver Fischer an. Zu erreichen ist Oliver Fischer telefonisch (09261/92186) oder via eMail unter Kronacher Münzfreunde.

 

Frage:

Sind die Kronacher Münzfreunde eigentlich ein eingetragener Verein?

Antwort:

Die Kronacher Münzfreunde sind kein eingetragener Verein, sondern ein Zusammenschluss von Freunden der Numismatik (Sammeln von Münzen), Notaphilie (Sammeln von Geldscheinen, Banknoten) und Scripophilie (Sammeln von wertlos gewordenen Aktien und Zertifikaten).

 

Allgemeine Fragen

 

Frage:

Was sind Bullionmünzen?

Antwort:

Bei Bullionmünzen handelt es sich um sogenannte Anlagemünzen, wie z.B. den Krügerrand aus Südafrika, den Maple Leaf aus Kanada oder den Wiener Philharmoniker aus Österreich. Der Wert bestimmt sich nach dem Edelmetallgehalt der Münze.

 

Frage:

Woher kommt überhaupt der Begriff "Bullion"?

Antwort:
Im 14. Jahrhundert tauchte in England der Begriff "Bullion" erstmalig in seiner noch heute gültigen Bedeutungauf. "Bullion" stand für den Tauschwert von Rohsilber und von ausländischen Münzen, die zur Münzstätte gebracht wurden, um sie einzuschmelzen.

 

Frage:

Wie viel Gramm Feinsilber enthalten die Silbermünzen aus dem Deutschen Kaiserreich?

Antwort:

Die Silbermünzen wurden in der Legierung 900 Anteile Silber (Ag) und 100 Anteile Kupfer (Cu) geprägt:
 

  • 50 Pfennig und 1/2 Mark: 2,5 Gramm Feinsilber
  • 1 Mark : 5 Gramm Feinsilber
  • 2 Mark : 10 Gramm Feinsilber
  • 3 Mark : 15 Gramm Feinsilber
  • 5 Mark : 25 Gramm Feinsilber
     

Einfache Merkformel:

Feinsilbergehalt = Nennwert in Mark multipliziert mit 5 Gramm Feinsilber

 

Frage:

Welchen Wert hat eine Münze?

Antwort:

Meistens wird unter dem "Wert" einer Münze der Verkaufswert verstanden. Im eigentlichen Sinn hat eine Münze aber drei "Werte":
 

  • Den Nennwert: Das ist der Betrag, der auf der Münze steht, also z.B. 10 Pfennig, 5 Mark oder 10 Euro. Die iste auch der Unterschied zu Medaillen, die keinen Nennwert aufweisen.
  • Den Materialwert: Ist die Münze aus einem Edelmetall, wie Silber oder Gold, dann richtet sich der Materialwert nach dem Edelmetallkurs. Bei unedlen Metallen ist der Materialwert in der Regel vernachlässigbar gering.
  • Den Sammlerwert: Dieser Wert entspricht dem Preis, zu dem ein Sammler (Käufer) die Münzen zu zahlen bereit ist, wobei dieser Preis natürlich von der jeweiligen Marktlage abhängt.
     

Frage:

Welche Erhaltung hat eine Münze?

Antwort:

Bei Münzen unterscheidet man die folgenden Erhaltungsgrade:

 

Polierte Platte (PP, engl. proof)

Es handelt sich um die höchste Prägequalität. Die polierten Münzrohlinge(Ronden , Schrötlinge)) werden mit polierten Stempeln geprägt. Das Relief der Münze ist fein mattiert, der Münzgrund spiegelt.

 

Die Rohlinge werden einzeln von Hand in die Prägemaschine gelegt, nach dem Prägen von Hand entnommen und einzeln verpackt. Um die Prägequalität zu erhalten werden die Stempel regelmäßig ausgetauscht.Der Prägevorgang findet zumeist in einer staubfreien Reinraumatmosphäre statt.


Polierte Platte (PP) bezeichnet im eigentlichen Sinn keinen Erhaltungsgrad, sondern nur die aktuell höchstmögliche Qualitätsstufe einer Münzprägung. Münzen in der Prägequalität werden daher speziell für Sammler hergestellt. 

 

Spiegelglanz (spgl., engl. proof like)

Bei der Herstellung von Spiegelglanz-Münzen werden nur die Stempel, aber nicht die Rohlinge poliert. Die Münzen dürfen keinerlei Beschädigungen aufweisen.

 

Auch Spiegelglanz stellt wie PP im Prinzip keinen Erhaltungsgrad dar, sondern steht für das spezielle Herstellungsverfahren.

 

Stempelglanz (st, engl. BU - brilliant uncirculated)

Mit bloßem Auge dürfen keine Beschädigungen wie Kratzer, Randschäden oder Abnutzungsspuren auf der Münze erkennbar sein.

 

Bankfrisch (bfr, engl. unc - uncirculated)

Eine bankfrische Münze entspricht im wesentlichen einer Münze im Eraltungszustand Stempelglanz. 


Münzen mit diesem Erhaltungsgrad stammen aus maschineller Serienfertigung.
Dadurch dürfen diese Münzen durch das Rollieren und den Transport winzige Beschädigungen auf der Münzoberfläche oder am Rand aufweisen.

 

Handgehoben (hdg)

Eine bankfrische Münze, die jedoch von Hand aus der Prägemschine entnommen wurde.

 

Erstabschlag

Diese Münzen (ca. 50 bis 200 Münzen) wurden mit einem neuen Stempel geprägt. Sie entsprechen im wesentlichen den Spiegelglanzmünzen.

 

Vorzüglich (vz, engl. ef, xf - extremely fine) 

Eine Münze im Erhaltungszustand "vorzüglich) darf ganz kurz im Umlauf gewesen sein. Daher darf sie auch nur leichte Beschädigungen aufweisen.

 

Sehr schön (ss, engl. vf - very fine)

Münzen dieses Erhaltungsgrades waren bereits länger im Umlauf. Sie weisen deutlich erkennbare Abnutzungsspuren auf. Kratzer und Randschäden sind die Regel.

 

Schön (s, engl. f - fine)

Diese Münzen müssen noch eindeutig bestimmbar sein. Sie dürfen aber deutliche Abnutzungsspuren, wie z.B eine stark abgenutzte Münzoberfläche aufweisen.

 

Moderne oder nicht sehr seltene Münzen sind in diesem Erhaltungszustand eigentlich nicht mehr sammelwürdig.

 

Sehr gut erhalten (sg)

Die Bestimmung einer solchen Münze ist bereits schwierig, mit entsprechender Fachkenntnis aber machbar.  Die Münze ist stark abgenutzt oder beschädigt.

 

Gut erhalten (g)

Bei selteneren Münzen können Exemplare in diesem Zustand als sogenannte Belegexemplare zunächst in die Sammlung aufgenommen werden, bis man ein Exemplar in besserer Erhaltung erwerben kann. Grobe Konturen auf der Münze sind noch erkennbar.

 

Gering erhalten

Bei Münzen dieser niedrigsten Erhaltungsstufe ist Motiv und Schrift im Prinzip nicht mehr erkannbar. Sie werden oft auch als "Beilagscheiben" bezeichnet.